Pondicherry- eine Stadt zwischen Masala Dosa und Café au lait

Indienreisende, die Tamil Nadu bereisen, werden sicherlich auch einige Tage in Pondicherry verbringen.

Sei es, um die restlos überfüllten ´Sunday markets` zu erleben, bei ´Hot Breads` französische Croissants und guten Bohnenkaffee zu genießen, oder im Sri Aurobindo Ashram Yoga und Meditation zu studieren - Pondy bietet jedem Reisenden etwas nach seinem Geschmack.

Die im Süden Indiens gelegene Stadt im Bundesland Tamil Nadu grenzt an den Golf von Bengalen. Die einstige Besetzung durch die französische Kolonial-macht prägt noch immer das Stadtbild: während auf der linken Seite des Kanals, der ´Pondy` in nordsüdlicher Richtung teilt, das traditionelle Indien mit typisch tamilischen Häusern, kleinen, verschmutzten Gassen, unzähligen fliegenden Händlern und Märkten überwiegt, dominieren Bauten im Kolonialstil, weite Straßen und Restaurants, die gute ausländische Küche führen, die rechte Seite. So spricht man auch etwas flach von der ´schwarzen`

und der ´weißen` Seite Pondys.

Zwar schwappen die Wellen der Bucht von Bengalen an die Promenade Pondicherrys, doch wird jeder enttäuscht, der Bademöglichkeiten erhofft. Doch lohnt sich ein Entlangflanieren in jedem Falle, kann man doch ständig indische Familien in wunderschöner Kleidung, spielende Kinder oder andere Alltags-szene beobachten. Über die Stadt verteilt gibt es viele Parkanlagen, die eine kleine Auszeit von dem indischen Tohuwabohu bieten und wer wirkliche Stille und Abgeschiedenheit sucht, sollte sich in die Reihen der Anhänger Sri Aurobindos begeben und seinem Ashram einen Besuch abstatten. Das Innere

des Ashrams ist für den ´normalen` Besucher nicht zugänglich, wohl aber der Innenhof, in dem sich die Gräber Sri Aurobindos und ´Mutter` befinden,

zwei spirituellen Instanzen, die das nah bei Pondicherry gelegene Auroville gegründet haben, eine ehemalige Aussteiger-Enklave, die bis heute wächst

und ihren ursprünglichen Idealen treu geblieben ist.